Offenes Haus Oberwart

AKTUELLE AUSSTELLUNG: Die außergewöhnliche Ausstellung "Sehnsuchtsort Heimat – ein interdisziplinäres, interkulturelles,
künstlerisches Forschungsprojekt"
ist ab 8. Oktober 2017 in der OHO-Galerie und weiteren Schauplätzen zu besichtigen.
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Fluchtpunkt Europa * Vernissage

Freitag, 13. Januar 2017 19:30 Uhr
VERNISSAGE DER AUSSTELLUNG KünstlerInnen des „eu-art-network“

Vom 25. August bis 2. September 2016 fand in der Cselley Mühle in Oslip, im Burgenland/Österreich das eu-art-network-Symposium 2016 in Kooperation mit der Künstlergruppe c/o: K aus Oberösterreich statt. Es stand unter dem Thema „Fluchtpunkt Europa“. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse dieses Symposiums, erweitert um einige Arbeiten aus dem Jahr 2015, wo ein Symposium gerade während des Höhepunkts der Migrationsflut in Oslip stattgefunden hat.

Die Ausstellung steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Aufführung des Theaterstücks „71 oder Der Fluch der Primzahl“, das die Tragödie von 2015 auf der Autobahn, nahe Parndorf, zum Inhalt hat und wo einige Werke der Symposien zu einem Teil der Theaterinszenierung geworden sind.
Für das Symposium schien uns der Begriff „Fluchtpunkt" als Metapher für die gegenwärtige Situation in Europa sehr passend. Man versteht unter Fluchtpunkt jenen defi nierten Punkt, in dem Linien zusammenlaufen, die in Wirklichkeit parallelen Linien entsprechen.Vordergründig drängt sich die Auslegung des Begriff es im Zusammenhang mit der Migrationsflut auf. Menschen wählen in ihrer Not Europa als den möglichen „Fluchtpunkt", verbunden mit der Hoff nung, eine neue Perspektive in ihrem Leben zu finden.
Eine weitere Auslegung der Defi nition des Fluchtpunktes war auf ein Europa gerichtet, das gerade einer inneren Zerreißprobe ausgesetzt ist. So scheinen viele parallel verlaufende Problemlinien, seitens der KonstrukteurInnen Europas, keinen gemeinsamen „Fluchtpunkt" zu finden, um das Modell „Europa" in eine mögliche Gestaltung mit Perspektiven zu führen. Massive Zuwanderung, die Schließung der Grenzen, der systematische Abbau von sozialstaatlichen Errungenschaften bis hin zu den damit verbundenen, stetig wachsenden Ängsten in den Gesellschaften und einer
drohenden Regression in die Nationalstaatlichkeit gehören ebenso zum Themenkomplex, der im Fokus des 16. Symposiums von eu-art-network stand und dem sich nationale und internationale KünstlerInnen aus Europa und vor allem aus den Auswanderungsländern widmeten – u. a. im Bereich bildender Kunst: Faek Rasul, Hussien Ramadan, Hüseyin Isik, Gulistan Hamo, Oksana Zmiyevska, Zsófia Sztranyák, Peter Assmann, Thomas Enzenhofer, Markus A. Huber, Klaus Ludwig Kerstinger, Bernd Romankiewitz, Robert Schneider, Gudrun Schüler, Karolina Szymanowska, Georg Vinokic, Hans Wetzelsdorfer, Wolfgang A. Horwath, Sepp Laubner, Milan Lukáč, Iberia Medici …
KünstlerInnen in der Literatur: Gerhard Altmann, Jamil Gharibi, Siegmund Kleinl, Hamed Abboud, Peter Menasse, Peter Wagner …

Eine Kooperation der „edition lex liszt 12" , „Edition Marlit" und dem OHO.
Alle bildnerischen und literarischen Arbeiten sind im Heft „cahier d’art"
festgehalten. Sie können das „cahier d’art" über den Verlag „edition lex
liszt 12" beziehen: 7400 Oberwart, Raingasse 9b, E-Mail: info@remove-this.lexliszt12.at,
www.lexliszt12.at; das Buch „71“ erhalten Sie auf www.edition-marlit.at

Eintritt frei