Offenes Haus Oberwart

AKTUELLE AUSSTELLUNG: Unter dem Titel „Eine Begegnung“ sind von 3. bis 16. November Werke der beiden Künstler Erwin Moravitz und Bernd Romankiewitz in der OHO-Galerie ausgestellt.

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Internationaler Romatag 2017

Samstag, 1. April 2017 14:00 Uhr
Tagung

Eine Kooperation der Volkshochschule der burgenländischen Roma mit dem Offenen Haus Oberwart, unterstützt von der Stadtgemeinde Oberwart, gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung

Der 8. April, der Internationale Roma-Tag, dient dem notwenigen Zweck, unserer Existenz und Sichtbarkeit auf der ganzen Welt ein Zeichen zu setzen.
Die Tagung der Volkshochschule der burgenländischen Roma wird sich im Jahr 2017 den Romafrauen (Romnija), ihrem Selbstverständnis und ihren Lebensrealitäten widmen.
Dabei sollen Frauen, die als Vorbilder – nicht nur in der Romagemeinschaft, sondern für alle Frauen – dienen können, zu Wort kommen.
Es gibt Klischeevorstellungen über Sinti- und Roma-Frauen in der Gesellschaft, die seit vielen Generationen tradiert werden und bis heute existieren. Auch die Medien präsentieren sehr oft dieses Klischee: Die Frauen tragen lange Röcke und tiefe Dekolletees, tanzen, hausieren, betteln, und haben viele Kinder. Das ist eine Pauschalisierung aller Frauen einer gesamten Minderheit und ein abwertendes Frauenbild. Das traditionelle Familienbild weist den Sinti- und Roma-Frauen den „Platz am Herd“ zu. Emanzipation und politische Teilhabe von Frauen wird in der eigenen Community eher behindert als unterstützt. Sie sind also auch innerhalb der eigenen Minderheit als Frauen oftmals diskriminiert.
Dass dies in der Gegenwart nicht mehr der Fall sein muss, werden prominente und engagierte Romnija durch Erzählungen über ihre Entwicklung und ihr Frausein darstellen. Dass dieser Weg nicht immer leicht ist, viel Kraft und Unterstützung bedarf, soll nicht verschwiegen werden. Auch sie kennen doppelte Diskriminierung – als Frau und als Angehörige einer Minderheit. Es gilt gegen beides anzukämpfen und Solidarität unter den Frauen aber auch Verständnis bei den Männern hervorzurufen.

Bisherige Zusagen:
Timea Junghaus (ungarische Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kulturaktivistin – u.a. Erster Roma-Pavillon bei der Biennale von Venedig)
Dotschy Reinhard (Sängerin, Landesvorsitzende der Sinti in Berlin)
Gilda Horvath (österreichische Roma-Aktivistin, Kolumnistin und Journalistin, dzt. Mitarbeit bei RomArchive Berlin)
Manuela Horvath (Romapastoral)

Eintritt frei