Offenes Haus Oberwart

AKTUELLE AUSSTELLUNG: Unter dem Titel „Eine Begegnung“ sind von 3. bis 16. November Werke der beiden Künstler Erwin Moravitz und Bernd Romankiewitz in der OHO-Galerie ausgestellt.

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Der Fluss – die Lieder der Lebenden, die Lieder der Toten

BEREITS ZWEITE WIEDERAUFNAHME DER ERFOLGREICHEN MUSIKTHEATERPRODUKTION

Aufgrund der hohen Nachfrage und des nach wie vor vorhandenen Interesses an den ersten beiden Staffeln der Eigenproduktion des Offenen Hauses „Der Fluss - Die Lieder der Lebenden, die Lieder der Toten“ hat sich das OHO entschlossen, die Inszenierung auch 2015 wiederaufzunehmen und nochmals auf Reisen durch das Burgenland sowie im Spätherbst als Gastvorstellungen nach Klagenfurt und Salzburg zu schicken.

Wenn wir auch bedauernd feststellen, dass es an fundierter Theaterkritik im Burgenland fehlt: Dieses Stück feinsten Musiktheaters hat sich durch Mundpropaganda einen Namen gemacht! Tränende Augen und beglückte Zuschauer – was kann das Theater mehr bieten? Und doch ist es keine flache Darbietung der Folklore dieses Landes, sondern ein präziser Blick auf Probleme, aber auch Möglichkeiten des Zusammenlebens und -wirkens unterschiedlicher Volks- und Sprachgruppen.

"Der Fluss" auf Doppel-CD mit umfangreichen Booklet:

Zugleich mit der Wiederaufnahme wird aber auch die nagelneue, von Peter Wagner und Ferry Janoska produzierte und von HOANZL vertriebene Doppel-CD „Der Fluss“, auf der sämtliche im Stück gesungene Lieder vereint sind, erscheinen. Im 100seitigen Booklet wird die dazugehörige Erzählung mit Fotocollagen von Eveline Rabold dargereicht.
34 Lieder der Deutschsprachigen/Hianzen, Ungarn, Kroaten, Roma und auch der ehemaligen jüdischen Gemeinschaft wurden von Ferry Janoschka vorrangig für Streichquintett und Samples arrangiert, um die Zeitlosigkeit dieses Liedgutes zu unterstreichen. Manche der Lieder sind heute noch populär, andere dem Vergessen entrissen, wieder andere echte Wiederentdeckungen.
Wenn Sie unsere Vorstellungen 2013 und 2014 verpasst haben, ist dies die Gelegenheit zum „Nachholen“. Es erwartet Sie eine musikalische Theaterarbeit, die viele Menschen unterschiedlicher geistiger und politischer Ausrichtung bereits überrascht hat und noch viele weitere überraschen wird!

Gesammelte Informationen siehe www.der-fluss.com
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>> Trailer Live: http://youtu.be/zBZw37EQiiQ

 

KeinFunkenLand – Ein Theaterstück in drei Zeiten

Eine Kooperation zwischen dem OHO und der Theaterinitiative Burgenland

Die Premiere von KeinFunkenLand fand am 31.12.2014 im Offenen Haus Oberwart statt. Im Jänner 2015 wurde das Stück sechs Mal im OHO und ein Mal in der KUGA Großwarasdorf aufgeführt. Im Herbst 2015 sind Aufführungen im Nordburgenland geplant (genauer Termin und Aufführungsort werden noch bekanntgegeben).

Der erste Teil von Reinhold F. Stumpf zeichnet die Geschehnisse vom Herbst 1921 nach, als in Oberwart die Republik Lajtabánság ausgerufen wurde, ein Operettenstaat, der immerhin einen Monat lang Bestand hatte. Der historische Hintergrund bietet jedoch nur den Rahmen für eine erfundene Geschichte. Ein junges, ungarisch-deutsch-kroatisches Paar will im Rathaus von Oberwart, das inzwischen zum Regierungssitz des despotischen Präsidenten Pál Prónay mutiert ist, seine Hochzeit anmelden und gerät dabei auf das Spielfeld der politischen Operettenbühne. Nationale, kulturelle und gesellschaftliche Konflikte vermischen sich mit den Lebenssituationen der Beteiligten zu einer ins Absurde übersteigerten Fantasie von „Vaterland und Mutterbrust“, die stets um die eine Frage kreist: „Wohin gehören wir?“

Der zweite Teil von March Höld spielt in der Gegenwart. Eine Gegenwart, in der ein junger Mann Webmaster ist, anstatt in den Krieg zu ziehen, sich aber von den Traumata seiner Vorfahren trotzdem nicht befreien kann. Als Webmaster der „Kaiser-Karl-Gebetsliga“ für den Völkerfrieden träumt er von der Ehe und glaubt, dass Wunder alles wieder gut machen können – wovon seine Mutter aber nichts wissen will. Denn alle Krankheiten, von denen Menschen auf Fürsprache des Seligen Kaisers Karl von Österreich geheilt werden, brechen in der alten „Urli“ wieder hervor. Die heilenden Wunder schlagen neue Wunden, unter denen das Narbengewebe alter Verletzungen aufbricht.

Der dritte und letzte Teil von Katharina Tiwald spielt in einem postapokalyptischen Ambiente der Zukunft, in dem das Burgenland wieder ein Teil Großungarns geworden ist. Drei Menschen versuchen mit ihrem Guerilla-Radio Widerstand gegen die kulturell wie politisch eher trostlosen zukünftigen Gegebenheiten zu leisten. Der Text, eine sehr kritische Politfarce mit leider durchaus vorstellbaren Visionen, zeichnet einen düsteren Ausblick auf das Land nach der Ausbreitung eines übersteigerten Nationalismus. Die bildhafte Sprache und apokalyptischen Beschreibungen laden zu dieser Reise in eine unbestimmte Zukunft ein. AutorInnen: Reinhold Stumpf, March Höld, Katharina Tiwald Mit Klaus Haberl, Christoph Krutzler, Monika Pallua, Petra Strasser Bühnenbild: Wolfgang Horvath / Musik: Rainer Paul Videoanimation: Georg Müllner / Licht: Alfred Masal Regie: Angelika Messner