Offenes Haus Oberwart

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ARCHIV AB 2015

Eva Brunner-Szabo – Retrospektive * Vernissage im Gedenken an die Künstlerin

Freitag, 11. September 2020 19:30 Uhr

Eine Kooperation des Offenen Haus Oberwart mit den Landessammlungen Niederösterreich und dem Landesmuseum Burgenland.

Eröffnung: LAbg. Doris Prohaska
Begrüßung: 2. Ldtg.-Präs. Bgm. Georg Rosner und Mag.a Margit Fröhlich (Landesgalerie Burgenland)
Zur Künstlerin: Dr. Alexandra Schantl (Landessammlungen Niederösterreich) und Gerd Tschögl (freier Wissenschaftler)

Das Offene Haus Oberwart zeigt von 12.9. bis 27.9.2020 eine Werkschau der in Oberwart geborenen Medienkünstlerin Eva Brunner-Szabo (1961-2012). Es handelt sich dabei um eine Kooperation des OHO mit dem Burgenländischen Landesmuseum und den Landessammlungen Niederösterreich.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Werkgruppe „Die 12 Apostel“, eine Serie großformatiger Arbeiten, die das Burgenländische Landesmuseum im Jahr 2016 als Schenkung aus dem Nachlass der Künstlerin erhielt. Der übrige, rund 3000 Werke umfassende fotografische und dokumentarische Nachlass befindet sich in den Landessammlungen Niederösterreich. Eine repräsentative Auswahl aus diesem umfangreichen Werkbestand wurde erstmals 2017 auf Einladung des Vereins „FLUSS – NÖ Initiative für Foto- und Medienkunst“ im Schloss Wolkersdorf präsentiert und in Form eines Kataloges publiziert.

Im Fokus von Eva Brunner-Szabos Arbeiten stand die Auseinandersetzung mit dem zugleich Bewahrenden und Flüchtigen der technischen Bildaufzeichnung. Während ihr fotografisches Werk primär autobiografisch zu lesen ist, manifestiert sich in ihren Video- und Mixed Media-Arbeiten eine von starkem politischem Bewusstsein geprägte Handschrift.

Die promovierte Kommunikationswissenschaftlerin war jahrelanges Vorstandsmitglied des Vereins FLUSS – NÖ Initiative für Foto- und Medienkunst sowie seit 1991 im Team der Medienwerkstatt Wien, wo sie u.a. die Herausgabe der „Video Edition Austria“ und die Kunstfilm-DVD-Reihe „Index“ betreute. Seit 1995 führte sie gemeinsame Projekte mit dem Historiker Gert Tschögl durch, die ab dem Jahr 2000 unter dem Label memoryPROJECTS stattfanden. Von 1994 bis 2004 war sie auch als Lektorin an der Universität Wien tätig. 2001 erhielt sie den Kulturpreis des Landes Burgenland für „memoryPROJECTS: Museu de Memóires“ (gemeinsam mit Gert Tschögl). 2011 wurde sie mit dem Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für Fotografie ausgezeichnet.

Eintritt: frei

Die Ausstellung ist von 12.9. bis zum 27.9. zu besichtigen: von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 14:00 Uhr, vor Veranstaltungen und nach Vereinbarung.