Offenes Haus Oberwart

Kommende Ausstellung: Die Wanderausstellung „GEGEN DAS VERGESSEN - GEJNG OPOBISTERIPE!“ ist am 27. November 2020 nur während der Veranstaltung "Roma-Fest – Roma-Kultur" ab 19:30 Uhr zu besichtigen >>

ARCHIV AB 2015

Internacijonali Romengero 2020 – Internationaler Romatag 2020 * Tagung

Samstag, 4. April 2020 14:00 Uhr

Veranstaltungen der Roma Volkshochschule Burgenland in Kooperation mit dem Offenen Haus Oberwart und dem Verein HANGO Roma. Unterstützt von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung, Land Burgenland, BMBWF und Stadtgemeinde Oberwart.

Internacijonali Romengero 2020 – Internationaler Romatag 2020

14:00 Uhr * Symposium Tradipe gejng o Roma – Gewalt gegen Roma
Rezeption und Umgang mit einem europäischen Phänomen
ROMA VOLKSHOCHSCHULE BURGENLAND

Das Attentat von Oberwart hatte erhebliche Folgen für die autochthone Romagesellschaft im Burgenland und in Österreich. Erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik wurde der Volksgruppe gesellschaftlich relevante Aufmerksamkeit zuteil. Die teils prekären Lebensumstände rückten ebenso in den Blickpunkt der Öffentlichkeit wie die strukturelle Diskriminierung und die Vorurteilsstrukturen, mit denen Roma nach wie vor konfrontiert waren.

In der Folge setzten Bund, Land und Gemeinden zahlreiche Maßnahmen, die die Inklusion und Emanzipation der Roma voranbringen sollten. Selbst die Medien schwangen sich dazu auf, den pejorativen Begriff "Zigeuner" durch die Selbstbezeichnung Roma zu ersetzen. 25 Jahre danach wird die Entwicklung seither auch von Vertreterinnen und Vertretern der Volksgruppe weitgehend positiv gesehen.

Während das Attentat von Oberwart also mehr oder weniger spürbare Veränderungen nach sich zog, blieben und bleiben Übergriffe auf Roma und Morde in anderen europäischen Ländern weitgehend folgenlos für die Gesellschaften. Attentate in Ungarn, Frankreich und Italien sorgten immerhin für Schlagzeilen in der internationalen Presse und führten dazu, dass die EU nationale Strategien zur Inklusion der Roma einforderte. Gewaltakte (Morde, Brandanschläge, Pogrome) in Bulgarien, der Ukraine, in Serbien und dem Kosovo wurden wenig beachtet. Staatliche Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der Roma fehlen in den meisten Ländern genauso wie ein rigoroses Vorgehen gegen rechtsextreme Gruppen und Medien, die mit rassistischen Parolen den Boden für die alltägliche Gewalt gegen Roma bereiten.

Beim Symposium zum Internationalen Roma-Tag 2020 soll der Terror gegen Roma in den Staaten Europas, seine Rezeption und gesellschaftlichen Auswirkungen aufgezeigt und diskutiert werden.

Eintritt: frei

* 19:00 Uhr Abendveranstaltung mit Musik
(weitere Infos unter http://www.vhs-roma.eu/)

Veranstaltung der Roma Volkshochschule Burgenland in Kooperation mit dem Offenen Haus Oberwart und dem Verein HANGO Roma. Unterstützt von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.