Offenes Haus Oberwart

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ARCHIV AB 2015

SYMPOSIUM: Das Böse lässt sich nicht verfilmen

Der Nationalsozialismus im Film – VERSUCHE EINER ANNÄHERUNG

Eine Veranstaltung von RE.F.U.G.I.U.S in Kooperation mit dem OHO


Mahnmale, Erinnerungsorte und die Art des öffentlichen Gedenkens an den Holocaust werden in unserer Gesellschaft kontinuierlich diskutiert, das politische und kulturelle Selbstverständnis ist aber stark von Bildern geprägt. Besonders Filme wirken nachhaltig auf unsere Wahrnehmung, unsere bildliche Erinnerung und somit das Bewusstsein der Gegenwart.

Seit der US-TV-Serie "Holocaust" in den 1970er Jahren wurden unzählige fiktionale Produktionen über die NS-Zeit gedreht, mit den Themen: Alltag, Krieg, Verfolgung, Hitler, Widerstand.

Die vielfältigen Film- und Fernsehproduktionen über die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust speisen ein mediales Gedächtnis, das prägend auf unsere Vorstellungen von der Vergangenheit wirkt.

Ein Nebeneinander von history und story, historischen Fakten und Erzählung beeinflusst Wissen und Erinnerung.

Dem Dokumentarfilm – oder der faktenorientierten Wissensvermittlung – sind engere Grenzen gesetzt als der fiktionalen Erzählung. Die meisten filmdokumentarischen Geschichtsdarstellungen verwenden historisches Bildmaterial, also auch NS-Propagandamaterial. Diese immer wieder auftauchenden und gleichen Bilder bzw. Filmsequenzen werden zu einer Art "kollektivem Gedächtnis".

Film und visuelle Medien schaffen nicht nur Räume, in denen die Auslegung von Vergangenheit verhandelt wird, sondern sie nehmen auch Einfluss auf das "Wie" der Erinnerung.Wie ändern sich die – bewegten und bewegenden - Bilder durch die Jahrzehnte, wie unterscheiden sie sich voneinander? Und wie beeinflussen und prägen sie die zeitgeschichtlichen Diskussionen um Täterschaft und Verleugnung, Erinnerung und Opfergruppen, nationale Selbstdefinition und staatliche Geschichtspolitik?

Univ.-Prof. Dr. Frank Stern: Spielfilme zwischen Verantwortungsbewusstsein und Entlastungsstrategie der Nachgeborenen

Eduard Erne: Vergangenheit ist Gegenwart oder was hat das mit Film zu tun?

Mag. Andreas Enzminger: Opfer-Täter-Ausgleich? Ergebnisse einer Medienrezeptionsstudie zum Holocaust unter jüdischen und nicht-jüdischen Österreichern 

Moderation: Walter Reiss

Information und Anmeldung zur Tagung:
Mag.a Eva Schwarzmayer +43/664/9194904
Dr.inChristine Teuschler +43/2682/61363-15
info@refugius.at

Ein Veranstaltung von RE.F.U.G.I.U.S in Kooperation mit K.B.K – Kultur.Bildung.Kunst, Burgenländische Volkshochschulen Verband, Israelitischer Kultusgemeinden
Gefördert von der österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung Land Burgenland
Unterstützt von der Stadtgemeinde Oberwart, Gemeinde Rechnitz, dem Mathausen Komitee Österreich, OHO - Offenen Haus Oberwart, Dieselkino Oberwart