Offenes Haus Oberwart

Kommende Ausstellung: Die Wanderausstellung „GEGEN DAS VERGESSEN - GEJNG OPOBISTERIPE!“ ist am 27. November 2020 nur während der Veranstaltung "Roma-Fest – Roma-Kultur" ab 19:30 Uhr zu besichtigen >>

ARCHIV AB 2015

Vernichtet, Verdrängt, Vergessen

Tagung zum Internationalen Romatag – Internacijonali Romengero Di

Eine Veranstaltung der VHS der burgenländischen Roma

Zahlreiche Roma und Sinti wehrten sich gegen die nationalsozialistischen Verbrechen und betrieben aktiven Widerstand gegen die NS-Gewaltherrschaft. Von Anfang an setzten sich Sinti und Roma gegen ihre Entrechtung und ihre ‚rassische’ Erfassung zur Wehr. Sie protestierten gegen diskriminierende Bestimmungen und versuchten, durch Eingaben oder persönliche Intervention die Freilassung deportierter Familienangehöriger zu erreichen. Von der Gründung illegaler Organisationen, über den aktiven Kampf gegen die NationalsozialistInnen bis hin zum ‚arischen’ Boxer waren Roma und Sinti organisiert. Innerhalb der Konzentrationslager leisteten Sinti und Roma ebenfalls vielfältigen Widerstand. Ein Höhepunkt war der Aufstand im Lagerabschnitt B II e von Auschwitz-Birkenau, dem ‚Zigeunerlager’. Als die SS dort am 16. Mai 1944 die noch lebenden Sinti- und Roma-Häftlinge in den Gaskammern ermorden wollte, bewaffneten sich diese mit Steinen und Werkzeugen. Sie verbarrikadierten sich in den Baracken und konnten so die drohende Vernichtung vorerst abwenden. Nach der Selektion aller arbeitsfähigen Häftlinge löste die SS das `Zigeunerlager` in der Nacht vom 2. auf den 3. August jedoch endgültig auf. Obwohl die zurückgebliebenen 2.900 Menschen diesmal keine Chance hatten, widersetzten sie sich bis zuletzt ihren Peinigern. In den besetzten Gebieten arbeiteten Sinti und Roma eng mit Widerstandsgruppen zusammen. Vor allem in Ost- und Südosteuropa spielten sie eine wichtige Rolle in den nationalen Befreiungsbewegungen und auch in Frankreich kooperierten sie eng mit der Résistance.

Nach Kriegsende waren sie vergessen oder wurden bewusst aus der allgemeinen Erinnerung verdrängt.

71 Jahre danach wollen wir unseren Fokus auf die mutigen Männer und Frauen, die trotz eines aussichtslosen Kampfes Widerstand leisteten, richten.

Eintritt frei

Unterstützt von der Stadtgemeinde Oberwart Gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung Die Volkshochschule der burgenländischen Roma in Kooperation mit dem Offenen Haus Oberwart