Offenes Haus Oberwart

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ARCHIV AB 2015

Foto: © Der Urlaut

Grätzelfest der Wissenschaft und Natur * INFORM Oberwart

Samstag, 4. September 2021 17:30 bis 21:30 Uhr

INFORM Oberwart (Parkplatz bei Halle 1)

Bei Schlechtwetter findet das Grätzelfest auf einer extra freigehaltenen, großen Fläche neben der Ausstellung „Wege in die Zukunft“ in der Halle I der INFORM statt. Auch hier ist der Zugang zum Fest über den Eingang gegenüber dem Parkplatz vor der Halle I.

Am südöstlichen Rande Oberwarts liegen die Straßen und Gassen, die einerseits hauptsächlich mit Namen von Wissenschaftlern und andererseits mit Bezeichnungen aus der Natur benannt wurden. Anlässlich 100 Jahre Burgenland stellen wir mit einer Ausstellung und künstlerischen Interventionen Fragen zu unserer Zeit. Dies tun wir aber mit einer Lust am Spielerischen und mit der Freude an einem Fest des Miteinanders.  

Programm:

ab 17:30 Uhr:  Führungen durch die Ausstellung „Wege in die Zukunft?“

18:30 Uhr: „DerUrlaut“ * Konzert Teil 1

19:30 Uhr: Klanginstallation und Performance

20:00 Uhr: Videopräsentation „Säen“ von Christian Ringbauer (Mapping auf die Messehalle)

20:30 Uhr: „DerUrlaut“ * Konzert Teil 2

Das Burgenland war in seiner wechselhaften Geschichte als Grenzregion nicht nur Grenzland, sondern auch immer wieder Brücke zwischen Ost und West. Dies zeigt sich in der Vielsprachigkeit seiner Volksgruppen, in Verwandtschaftsbeziehungen über die Grenze sowie in der Geschichte der wechselnden Abkommen, welche die Grafen des damaligen Westungarn mit den verschiedensten Bündnispartnern und Kriegsparteien diesseits und jenseits ihrer Grenzen schlossen.

100 Jahre Burgenland also im Licht einer österreichischen Geschichtsschreibung zu präsentieren, ist für dieses junge Bundesland nur unter Bezugnahme auf eine lange ungarisch-österreichische Historie möglich. Hier schwingt trotz aller kultureller und nationaler Konflikte immer eine europäische Dimension mit. Vielleicht ist das der Grund, warum bei der Volksabstimmung im Jahr 1994 die Burgenländer*nnen mit 74,7 % für den Beitritt zur Europäischen Union stimmten.

Gerade der Wart, der ehemaligen westungarischen Grenz- und Verteidigungslinie, kommt besondere Bedeutung zu. Mit der Siedlungspolitik der Ungarn entstand hier ein kultureller „Zwischenraum“ mit einer großen Vielfalt an religiösen und kulturellen Gepflogenheiten. In diesen Raum bzw. Kulturkreis und seinen mitteleuropäischen Hintergrund wollen wir zur Feier unseres jungen Bundeslandes Burgenland eintauchen. Dazu orientieren wir uns an Persönlichkeiten, nach denen Oberwart seine Straßen benannt hat, als exemplarische Erzählung eines kulturgeschichtlichen Selbstverständnisses im Kontext der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Burgenlandes.

Vier Grätzelfeste in Oberwart als Brücke zu 100 Jahre Burgenland

Oberwart hat seine Straßennamen systematisch nach Themen vergeben. So wurden in bestimmten Ortsgebieten die Straßen nach Komponisten und Musikern, in anderen nach Schriftstellern, Wissenschaftlern, Philosophen mit deutlichem Bezug zur österreichischen und regionalen Geschichte benannt (übrigens ausschließlich nach Männern), in einem anderen Stadtviertel nach Pflanzen und Bäumen.

Der Schwerpunkt dieser „Kunst-Grätzelfeste“ inkludiert ein „Fest der Musik“, „Fest der Literatur“, „Fest der Wissenschaft“ und „Fest der Natur“. Das Projekt stellt mit künstlerischen Arbeiten und Interventionen Bezüge zwischen den Namensgebern der Straßen- und Gassennamen und dem Geistes-, Kunst- und Kulturschaffen der letzten 100 Jahre im Burgenland her.

26.9. * Grätzelfest der Musik >>
3.10. * Grätzelfest der Literatur >>

Eintritt: frei