Offenes Haus Oberwart

Laufende Ausstellung: Die Ausstellung „Schöner Beton – Na schön, Beton“ ist noch bis zum 29.10.2019 im Kontaktzentrum Oberwart zu besichtigen >>

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Grenzerfahrungen – Diesseits und jenseits der ehemaligen Eisernen Grenze * Lesewanderung

Montag, 10. Juni 2019 13:00 Uhr
Lesewanderung am Pfingstmontag zum Fall des Eisernen Vorhangs 1989

Start: Geschichtenhaus Bildein

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Konstanze Breitebner,
Johanna Sebauer,
Dominic Horinek,
Konstantin Vlasich,
„Luftfabrik“ (Pneuma Szöv.ft.),
Mari und Marie – Szusza Berecz,
Sarah Günther,
Csilla File,
Luca Szabados u.a.

Unsere Lesewanderungen haben sich zu literarischen Feldforschungsprojekten entwickelt, und was wäre naheliegender, als heuer ein weltpolitisches Ereignis des Jahres 1989 in den Blick zu nehmen – den Fall des Eisernen Vorhangs. Ein Ereignis, das auch für das OHO von Bedeutung war, wie Peter Wagner in seinem Essay „Gewachsen aus dem provinziellen Trümmerfeld der Themen“ ausführt: „Sie brachte autonome Kulturarbeit und schließlich sogar das Luxusgut Kunst, nach der niemand verlangt hatte, in die politische Peripherie, die damals noch, unweit des ,Eisernen Vorhanges', ein unbemerktes, mit sich selbst zufriedenes Dasein fristete, schließlich aber genauso von den großen Umwälzungen des Jahres 1989 überrollt wurde. Wie logisch fällt denn auch die Gründung des autonomen Kulturzentrums ,Offenes Haus Oberwart', das sich wie Phönix aus der Asche aus den Trümmern des gescheiterten Jugendhauses erhob, genau in dieses ominöse Jahr 1989.“

Für diese Wanderung bietet sich die Umgebung der Grenzgemeinde Bildein direkt an, mit seinem Geschichtenhaus, dem Grenzerfahrungsweg und den guten Beziehungen der bildeiner Bevölderung mit der ungarischen Nachbarschaft. Wir stellen uns die Frage, ob uns die Umwälzungen noch bewusst sind, die der Fall des Eisernen Vorhangs mit sich zog. Wie sieht das die junge Generation heute? Dazu haben wir junge und „alte“ AutorInnen eingeladen, an verschiedenen Stationen der Wanderung zu lesen, sei dies bei ehemaligen Wachtürmen oder bei den Zollhäusern. Und zu guter Letzt haben wir eine befreundete Kulturorganisation aus Ungarn eingeladen, uns mit ihrer Performance „Mari und Marie“, zwei fiktionalen Figuren aus den 80er-Jahren der DDR und Ungarns, auf unserem Weg zu begleiten.

Unkostenbeitrag: € 25,– (inkl. Jause und Transferleistungen für Menschen mit Gehbehinderung und Besuch im Geschichtenhaus in Bildein)