Offenes Haus Oberwart

AUSSTELLUNG: Im Juli und August gibt es keine Ausstellungen.

Foto: Röm. Kath. Pfarre Oberwart

„Schöner als Beton – Na schön, Beton“ 50 Jahre Oberwarter Osterkirche * Ausstellungseröffnung

Freitag, 27. September 2019 19:30 Uhr
Brutalismus Ausstellungseröffnung zu 50 Jahre Pfarrkirche Oberwart

Die Osterkirche von Oberwart ist ein echtes Baujuwel. Sie gehört zu den bedeutendsten Bauwerken ihrer Zeit, die vom Aufbruch in die Moderne geprägt war. Nicht alle Oberwarter werden dem sofort zustimmen. Wie beschreibt Klaus Jürgen Bauer den Voraussetzungen für großartige Architektur: "Es braucht einen Bauherrn, der an die künstlerische Idee eines wirklichen schöpferischen Architekten glaubt und ihm die Möglichkeit und Unterstützung gewährt, seine Ideen umzusetzen." Es geht also immer um das Zusammenfinden von Form und Inhalt und dies ist in der Osterkirche, erbaut nach den Plänen von Günther Domenig und Eilfried Huth, hervorragend gelungen.

Dass sich der Pfarrer von den Plänen begeistern ließ, obwohl Domenig und sein "brutalistischer" Baustil als schwierig galten, schenkte Oberwart eines der anerkanntesten Bauwerke und architektonischen Meisterleistungen des BRUTALISMUS. Der Entstehung dieses Baustils und dessen Bedeutung für die Oberwarter Osterkirche widmen wir diese Ausstellung, die wir in Kooperation mit der Katholischen Pfarre in Oberwart präsentieren.

Der Baustil "Brutalismus" ist in aller Munde, die Ausstellung SOS BRUTALISMUS war in Deutschland und auch in Österreich, präsentiert im Architekturzentrum Wien, ein voller Erfolg. Aber gehört alles, was hier gezeigt und was in den öffentlichen Diskurs drängt, ursächlich zu diesem Baustil? Auf Instagram finden wir zahlreiche Bilder von Bauten, die sich hervorragend als Motiv für die "besondere Orte-Community" eignen und das Label "brutalistisch" schnell umgehängt bekommen.

Daher ist es uns wichtig, in dieser Ausstellung einerseits einen Blick auf die Entwicklung dieses Baustils und die Einordnung der Oberwarter Kirche darin zu werfen, aber auch uns mit dem Hype auseinanderzusetzen und uns mit der Problematik bei der Rettung dieser Bauwerke zu beschäftigen.

Eintritt: frei