Offenes Haus Oberwart

Kommende Ausstellung: Die Ausstellung „Schöner Beton – Na schön, Beton“ wird am 27.09.2019 eröffnet und ist dann bis zum 29.10.2019 im Kontaktzentrum Oberwart zu besichtigen >>

STRATEGIJIGEJNG O TSCHIBTSCHAKERO NASCHAJIPE STRATEGIEN GEGEN DEN SPRACHVERLUST * TAGUNG

Samstag, 6. April 2019 14:00 Uhr

Eine Veranstaltung der Roma Volkshochschule Burgenland; unterstützt von der Stadtgemeinde Oberwart und dem Offenen Haus Oberwart, gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung

BEGRÜSSUNG:
Andreas Lehner, Vorsitzender Roma VHS Burgenland
LAbg. Bgm. Georg Rosner, Stadtgemeinde Oberwart

DIE VORTRAGENDEN:
Prof. Mozes F. Heinschink
Ass.-Prof. Mag. Dr. phil. Dieter Halwachs
Gusztáv Varga (HU)
Mag. Susanne Weitlaner

VOLKSGRUPPENBEIRATSVORSITZENDE:
Emmerich Gärtner-Horvath / Roma
DDr. Stanko Horvath / Kroaten
Mag. Josef Hollos / Ungarn

MODERATION:
Katharina Janoska

Der 8. April, internationaler Roma-Tag, dient dem notwendigen Zweck, unserer Existenz und Sichtbarkeit auf der ganzen Welt ein Zeichen zu setzen.

Die Tagung der Roma Volkshochschule Burgenland wird sich, im Jahr 2019, der bedrohten Sprache der Roma widmen und dabei der Frage nachgehen, wie sich der Verlust der Sprache auf das Selbstverständnis und die Lebensrealität der Roma-Gruppen auswirkt. Die Sprache „Roman“, der Grundpfeiler der Identität der Volksgruppe, droht in wenigen Jahrzehnten auszusterben. Interne Umfragen haben ergeben, dass Kinder die Sprache heute im Elternhaus kaum noch hören bzw. sprechen und dass viele Eltern die Notwendigkeit nicht erkennen, ihren Kindern Roman beizubringen oder ihnen den Erwerb der Sprache nahezulegen. In Oberwart wird das Angebot, in Schulen Roman zu lernen, seit vielen Jahren mangels Nachfrage von interessierten Eltern nicht mehr wahrgenommen. Der Verlust der Sprache wird vermutlich auch zur endgültigen kulturellen Assimilation – zumindest in Österreich – führen. Dabei hat die Sprache ein großes Potenzial. Viele Roma, vor allem in Osteuropa mit (oft der brutalen strukturellen Diskriminierung geschuldeten) niedriger Bildung, nutzen die Sprache zumindest noch passiv und können sich in Romanes miteinander verständigen. Die Verbesserung der Sprachkenntnisse erlaubt ihnen somit einen höheren Grad an Partizipation.

Bei der Tagung 2019 werden wir erfolgreiche Beispiele für die Attraktivierung von Minderheitensprachen darauf hin untersuchen, ob sie auf die Situation der Roma in Österreich umlegbar sind, und Modelle skizzieren, die von den Romavereinen, aber auch von anderen Institutionen, wie Erwachsenenbildungseinrichtungen und Schulen, weiterentwickelt werden können und hoffentlich zur praktischen Anwendung kommen werden.

Teilnahme und Eintritt: frei