Offenes Haus Oberwart

Laufende Ausstellung: Die Ausstellung "Werkschau Naturbetrachtungen" * Werner Schönolt ist noch bis 3.10.2021 zu besichtigen
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Foto: © Dietrich Olbrich

"border(hi)stories" – 100 Jahre Grenzgeschichte(n) * Ausstellungs- präsentation und Dialogveranstaltung

Mittwoch, 6. Oktober 2021 19:30 Uhr

Die gemeinsame Auseinandersetzung mit der wenig aufgearbeiteten Geschichte des Raumes Westungarn und Burgenland soll einen Beitrag zur Ausbildung einer modernen Identität eines historischen Grenz- und Kulturraumes und zur wertschätzenden Anerkennung der kulturellen Vielfalt leisten. Das Projekt soll somit zu einem friedlichen Zusammenleben und der prosperierenden Entwicklung der Region beitragen.

Die Ausstellung „border (hi)stories – Erinnern – Gedenken – der Grenze entlang“ befasst sich mit Geschichte und Gegenwart des Kultur- und Wirtschaftsraumes im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet, der durch eine Vielfalt an Identitäten geprägt ist. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat die Region mit vielerlei Traumata belastet. Mit einer Dialogveranstaltung möchten die Verantwortlichen diese Wanderausstellung, die im OHO Station macht, vorstellen. Die dafür geladenen Gäste und Diskussionsteilnehmer finden Sie im Laufe des Septembers auf der OHO-Website.

Eine Ausstellung des Landes Burgenland in Zusammenarbeit mit vielen Partner*innen:
Das Land Burgenland ist, neben dem IZ – Verein zur Förderung von Vielfalt, Dialog und Bildung, dem DÖW – Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, und drei ungarischen Partnern (VMÖH – Vas Megyei Önkormányzati Hivatal, NYUPAN – Nyugat-Pannon Terület- és Gazdaságfejlesztési Szolgáltató Közhasznú Nonprofit Kft und GYMS – Győr-Moson-Sopron Megyei Önkormányzat) Projektpartner im Interreg-Projekt. Unterstützt werden die Projektpartner auf österr. Seite vom Verein RE.F.U.G.I.U.S., der Bildungsdirektion Burgenland sowie den Burgenländischen Volkshochschulen. Genauere Informationen zum Projekt finden Sie unter folgendem Link: https://www.interreg-athu.eu/borderhistories.

Eine Wanderausstellung bringt die wechselvolle Geschichte der Grenzregion von Österreich und Ungarn zu den Menschen und lädt zum Dialog über historische Ereignisse und ihre Bedeutung für die Gegenwart ein. Im Laufe des 20. Jahrhundert hat sich die regionale und nationale Identität Westungarns und Ostösterreichs oft in gegenseitiger Abgrenzung und Abwehr entwickelt. Die Erinnerung an diese Konflikte und oft traumatischen Ereignisse manifestiert sich in symbolischen Gedächtnisorten. Mehrfach wurde genau hier im 20. Jahrhundert auch Weltgeschichte geschrieben, wie etwa an der Brücke von Andau während des Ungarnaufstandes 1956 und beim Fall des Eisernen Vorhangs 1989.

Im Rahmen des „border(hi)stories“ Projekt wird eine interaktive Landkarte mit etwa 60 historischen Gedenkorten entlang der geschichtsträchtigen Grenze erstellt. Hinter dieser Landkarte entsteht ein gemeinsames „digitales Archiv“, das historisches Foto- und Filmmaterial, Originaldokumente, Zeitzeug*innenberichte sowie eine Auswahl wissenschaftlicher Literatur zu einzelnen Gedenkorten auf beiden Seiten des Grenzraumes beinhaltet. Diese Wanderausstellung macht im OHO vom 3.10. – 17.10. Station. Ergänzend dazu finden Sie unter https://www.borderhistories.eu/ digitales Material.

Das Ziel der Ausstellung und des digitalen Archives ist es, das Wissen über die historischen Fakten in der Grenzregion zu verbessern. Das erarbeitete Material trägt zu einem besseren Verständnis der verschiedenen historischen Ereignisse bei und bietet einen Überblick über den aktuellen Stand der historischen Forschung. Das digitale Archiv wird laufend erweitert.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
So., 3.10. – So., 17.10.2021 / Mo. – Fr. von 9:00 – 14:00 Uhr und bei allen Veranstaltungen während der Buchwoche oder nach Voranmeldung unter 03352/38555 oder info@oho.at

Für Gruppen über zehn Personen kann bei Voranmeldung auch eine Führung angeboten werden – dies gilt vor allem für Schulen, denen wir diese engagierte Ausstellung sehr ans Herz legen.

Eintritt: frei