Tage der Zeitgenossen 

fennesz und hautzinger zu gast im OHO

Samstag, 21. Feber 2026 * 19:30 Uhr

Jazz und improvisierte Musik

Ein improvisatorischer, rhythmisch, melodisch, klanglicher Dialog „call and response“ zweier wahrlich außergewöhnlicher Musiker internationalen Formats.

Eintritt: VVK € 22,– / AK € 24,– (ermäßigt VVK € 20,– / AK € 22,–)

Drei Tage voller Klangabenteuer:

Im Mittelpunkt stehen Künstler:innen, die das Hören neu denken und die Gegenwartsmusik in all ihren Facetten erlebbar machen. Vom synästhetischen Zusammenspiel von Licht und Klang über improvisierte Klangwelten zwischen Elektronik und Virtuosität bis hin zu einem farbenreichen Panorama junger Kompositionskunst – dieses Festival lädt dazu ein, neugierig zu sein, sich überraschen zu lassen und musikalische Grenzen spielend zu überschreiten.

Willkommen bei den Tagen der Zeitgenossen im OHO!

Christian Fennesz

Christian Fennesz ist ein österreichischer Gitarrist, Komponist und Elektronikmusiker und zählt zu den wegweisenden Stimmen der zeitgenössischen elektronischen Musik. In den frühen 1990er Jahren tauchte er in die Wiener Techno-Szene ein. Trotz formaler Ausbildung in Gitarre und Ethnomusikologie entschied er sich dafür, seine eigene Klangwelt zu schaffen: Indem er seine Gitarre mit dem Laptop verband und ihren Klang radikal transformierte, entstand ein unverwechselbarer, atmosphärischer Sound, der kaum mit dem anderer vergleichbar ist. 
Mit seinem ersten Soloalbum Hotel Paral.lel (1997) legte Fennesz einen eindrucksvollen Start hin – das Werk wurde mit dem renommierten Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Nach dem Album plus forty seven degrees 56‘ 37” minus sixteen degrees 51‘ 08” (1999) folgte 2001 mit Endless Summer ein bahnbrechendes Werk, das international als einer der wichtigsten Beiträge zur elektronischen Musik des Jahrzehnts gilt. Mit seinen dichten, oft „symphonisch“ beschriebenen Klanglandschaften öffnete Fennesz neue Hörräume. In den folgenden Jahren setzte er seine kreative Entwicklung fort: Mit Venice (2004), Black Sea (2008), Bécs (2014) und Agora (2019) erweiterte er sein Spektrum um weite, expressive Klang- räume, kombiniert mit experimentellen Momenten und stilistischer Vielfalt. Darüber hinaus arbeitete Fennesz mit zahlreichen Künstler:innen aus unterschiedlichen Genres – Musiker:innen, Filmemacher:innen und Tänzer:innen – zusammen. Er ist Teil des Improvisationstrios Fenn O‘Berg (mit Peter Rehberg und Jim O’Rourke) und kooperierte mit Persönlichkeiten wie Ryuichi Sakamoto, David Sylvian, Keith Rowe oder Mike Patton. Kurz vor seinem Auftritt im OHO geigt er beim Strom-Festival im Haus der Berliner Philharmoniker auf – ein Hinweis darauf, wie lebendig und präsent seine Musik ist.
Mit seinem eigenwilligen Ansatz, der Gitarre, Elektronik und experimentelle Klangbearbeitung verbindet, hat Christian Fennesz die Grenzen elektronischer Musik verschoben — und bleibt bis heute eine zentrale Figur für alle, die Klang neu denken wollen.

franz hautzinger 

Franz Hautzinger studierte Trompete und Komposition in Graz und Wien und lehrte ab 1989 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Musikalisch aus dem Jazz kommend, arbeitete er früh mit prägenden Protagonisten der Wiener Szene zusammen und war u. a. für das Label Extraplatte tätig. Projekte wie das Duo ZOSB mit Helge Hinteregger sowie Alben wie Bent (1996) und sein international beachtetes Soloalbum Gomberg (2000) markierten wichtige Stationen seiner Karriere.
Er spielte mit Musiker:innen wie Derek Bailey, Mia Zabelka, dem Max Nagl Ensemble oder dem London Improvisers Orchestra und gastierte bei renommierten Festivals, darunter Saalfelden. Seit 2013 ist er auch im Duo mit Isabelle Duthoit unterwegs.
Mit seiner Vierteltontrompete entwickelte Hautzinger eine unverwechselbare Klangsprache – geprägt von Mikrotönen, Luftgeräuschen und einem radikal offenen Formverständnis.

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